Mitarbeit von Arbeitslosen

Menschen in Arbeits- und Berufsnot können auf unterschiedliche Art und Weise in unserem Sozialunternehmen teilhaben. Sie können in einem der Angebote mitarbeiten, sich qualifizieren und mit Unterstützung unseres betrieblichen Sozialdienstes bei der Suche nach einer weiterführenden Beschäftigung helfen lassen.

 

Menschen, die Leistungen vom Jobcenter erhalten, können über folgende Maßnahmenangebote beim SAD einsteigen:

  • Die Maßnahme Produktiv in Arbeit (PiA) ist eine Maßnahme des Jobcenter Stuttgart zur Aktivierung und Heranführung an das Erwerbsleben. Sie dauert in der Regel 6 Monate mit Verlängerungsmöglichkeit und umfasst jeweils zur Hälfte praktische Einsätze in der Nachbarschaftshilfe sowie Qualifizierung, Bildungstag, sozialpädagogische Begleitung und Bewerbungsunterstützung. Teilnehmende erhalten von uns eine Monatsfahrkarte für 2 Zonen. Die Maßnahme wird gemeinsam mit der GJB durchgeführt.
  • Die Maßnahme AKTIV IM QUARTIER im Stadtbezirk Wangen (AIQ) st eine Maßnahme des Jobcenter Stuttgart zur Qualifizierung zur Betreuungskraft mit Praxiseinsatz im Berufsfeld "Soziale Betreuung und Versorgung".  Sie dauert in der Regel 9 Monate und umfasst praktische Einsätze in der Nachbarschaftshilfe, in einer Betreuungsgruppe, das Absolvieren von zwei Betriebspraktika in Pflegeeinrichtungen sowie sozialpädagogische Begleitung und Bewerbungsunterstützung. Teilnehmende erhalten von uns eine Monatsfahrkarte für 2 Zonen. Die Maßnahme wird gemeinsam mit der GJB durchgeführt.

Bei allen drei Maßnahmen gibt es sehr spezifische Zugangsbedingungen, die abschließend durch das Jobcenter überprüft werden. Auf eine Teilnahme an den Maßnahmen besteht kein Rechtsanspruch!

 

Auch Bezieherinnen und Bezieher Arbeitslosengeld II (Alg II)  können am Bundesfreiwilligendienst (BFD) teilnehmen.

Bei Bezug von Alg II werden grundsätzlich alle Einnahmen in Geld oder Geldeswert angerechnet. Einnahmen sind unter anderem das gewährte Taschengeld und die
Sachleistungen (Unterkunft und Verpflegung) oder die anstelle dieser Sachleistungen ausgezahlten Geldersatzleistungen. 

Von der Anrechnung ausgenommen ist beim BFD in der Regel ein Taschengeldfreibetrag in Höhe von 200 Euro.

Desweiteren können Bezieherinnen und Bezieher Arbeitslosengeld II auch im Ehrenamt bei SAD mitarbeiten. Wenn die ehrenamtliche Tätigkeit nebenberuflich - also im Umfang von weniger als einem Drittel einer vergleichbaren Vollzeitstelle - ausgeübt wird, gilt auch hier ein höherer Grundfreibetrag von 200 Euro monatlich.

 

Für die spezielle Klärung der Frage, wieviel Taschengeld oder Aufwandsentschädigung im BFD und Ehrenamt beim Mitarbeitenden verbleiben, ist neben Art und Umfang der Tätigkeit insbesondere auch die finanziellen Rahmenbedingungen der Bedarfsgemeinschaft wesentlich. Dies können Sie ausschließlich im Jobcenter beim persönlichen Ansprechpartner oder Fallmanager abschließend klären.